Die Focaccia stammt ursprünglich aus Ligurien und ist ein Fladenbrot, das vor dem Backen mit Olivenöl, Salz, Kräutern (v.a. Rosmarin) und beliebigen anderen Zutaten belegt wird. Die Optik erinnert ein wenig an eine Pizza ohne Belag, jedoch ist der Teig deutlich luftiger und dicker. Meine Focaccia besteht aus einem Kartoffelteig, durch den sie noch fluffiger und saftiger wird. Lasst euch auf keinen Fall vom Kartoffelteig abschrecken. Denn Kartoffeln kochen ist nun wirklich keine Arbeit und es lohnt sich definitiv!



Ihr könnt die Focaccia natürlich auch ganz klassisch und unspektakulär mit Olivenöl, Salz und Rosmarin zubereiten. Wer aber bei der nächsten Grillparty für einen Hingucker bei seinen Gästen sorgen will, der belegt sie kreativ mit unterschiedlichem Gemüse. So könnt ihr wahre Kunstwerke entstehen lassen. Das lässt sich übrigens auch super mit Kindern gestalten, macht Spaß und so schmeckt ihnen das Gemüse gleich doppelt so gut.



Zutaten für eine Focaccia:


250 g Kartoffel, mehlig

500 g Mehl, glatt

1 Pk. Trockenhefe

8 g Salz

4 g Zucker


3 El Olivenöl

250 ml lauwarmes Wasser



2 EL Olivenöl

Tomaten, Zwiebel, Rosmarin, grobes Meersalz



Die Kartoffeln mit der Schale in einem Topf mit Wasser weich kochen.


In der Zwischenzeit Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker mischen. Die gekochten Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und zum Mehl pressen. Wasser und Olivenöl zu den restlichen Zutaten gießen und alles mit der Küchenmaschine oder den Knethaken eines Mixers zu einem glatten Teig kneten. Der Teig ist eher etwas weicher. Den Focaccia Teig in einer Schüssel mit Deckel verschließen und für 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.


2 Stunden vor dem Backen den Teig bei Zimmertemperatur aufgehen lassen.


Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf stürzen. Die Hände befeuchten und den Teig vorsichtig auseinander drücken. Der Teig wird dabei nicht das ganze Blech ausfüllen (siehe Bild). Wenn er an den Fingern klebt, diese einfach wieder befeuchten.



Den Teig nochmal locker mit einem Tuch abdecken während ihr die restlichen Zutaten vorbereitet und den Backofen auf 240° Heißluft ordentlich aufheizen.


Ich habe für den Belag Frühlingszwiebeln (der Strunk bleibt dabei zusammen) und Tomaten halbiert, rote Zwiebeln in Scheiben geschnitten und Rosmarin gehackt.


Wenn ihr das Gemüse vorbereitet habt wird die Focaccia mit Olivenöl beträufelt und mit geölten Fingern Löcher in den Teig gedrückt. Diese dürfen ruhig unregelmäßig und relativ tief sein. Darin sammelt sich dann das Olivenöl und das gibt die typische Optik und den leckeren Geschmack. Die Focaccia kann nun beliebig belegt werden. Zum Schluss mit Rosmarin und grobem Meersalz bestreuen.




Die Temperatur im Ofen auf 220° Heißluft herunter drehen und die Focaccia für 25 Minuten knusprig backen.




Die Focaccia ist so luftig, locker und passt dadurch wunderbar zum Grillen oder einfach als Fingerfood zu einem Aperitif mit ein paar frischen Aufstrichen, Oliven, Käse oder einfach einem Glas Rotwein.



Ihr könnt mit dem Belag eurer Fantasie freien Lauf lassen. Einer meiner Favoriten ist und bleibt die Kombination aus Rosmarin, schwarzen Oliven und Feta - einfach DER Klassiker zu Rotwein! Ich könnte mir aber auch Walnüsse, Ziegenkäse und getrocknete Aprikosen mit Rosmarin vorstellen. Ich bin gespannt was für kreative Ideen mich erreichen ;)


Probiert es unbedingt mal aus, es lohnt sich definitiv!



Ich wünsche euch einen wunderbaren Sommer und viele gesellige Grillabende.


Guat xi!


Aktualisiert: Juli 23

Wer das Glück hat einen Garten zu besitzen und diesen mit viel Gemüse bepflanzt hat, der wird im Juli häufig mit ziemlich viel Ernte bedankt. Blöd nur, dass meistens alles zur gleichen Zeit reif wird. Ein Klassiker ist da die Zucchini. Zwei Tage mal nicht aufgepasst und schon hängen riesige Zucchini´s am Strauch. Da muss man sich dann was einfallen lassen, um die kostbare Ernte haltbar zu machen. Das Thema Haltbarmachung von Lebensmitteln ist meiner Meinung nach sowieso etwas sehr spannendes. Heutzutage überlassen wir dieses Thema allzu gern der Lebensmittelindustrie. Einkochen, Einwecken oder Einsalzen ist eher out oder wir sind es zumindest nicht mehr gewohnt. Dabei ist es wirklich sehr simpel, wenn man einige wichtige Dinge beachtet.



Mein heutiges Rezept eignet sich super, um große Mengen Zucchini haltbar zu machen. Der Aufwand ist dabei sehr überschaubar und das Ergebnis super lecker. Mein süß-saures Curry-Zucchini Chutney passt super zu Käse, Speck oder auch zum Grillen. Die Schärfe könnt ihr dabei ganz nach eurem Geschmack anpassen. So geht nichts kaputt und ihr habt bis zu einem halben Jahr später noch Freude an den leckeren Zucchini´s vom Sommer. Und wer bei der nächsten Grillparty wieder nicht weiß was er mitbringen könnte, hat mit einem Glas voller selbstgemachtem Zucchini Chutney gleich was Tolles zur Hand.


Die Menge kann übrigens auch super verdoppelt oder verdreifacht werden. Ich verwende zum Schneiden der kleinen Würfel übrigens einen "Nicer Dicer", also eine Art Gemüsehobel mit dem man kleine Würfel durch ein Gitter drücken kann. Ihr könnt die Zucchini aber natürlich auch von Hand schneiden. Dabei empfehle ich euch aber, die Stücke nicht zu grob und möglichst gleichmäßig zu schneiden.




Zutaten für 4 Weckgläser:


1 kg Zucchini

300 g Zwiebeln

25 g Salz


250 g Zucker

300 ml Essig (Kräuter, Apfel, Balsamico hell,...)

1 EL Senf

1 EL Currypulver

1 EL Paprikapulver

1 TL Cayennepfeffer

etwas frischen Pfeffer

(evtl. etwas frischen Chili)

2 EL Mehl


Am Vorabend die Zucchini und die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. In einem großen Topf mit dem Salz vermengen und über Nacht stehen lassen.



Das Wasser abgießen und den Zucker, Essig und Senf hinzufügen. Alles für 20 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.


Das Mehl mit etwas kaltem Wasser auflösen und gemeinsam mit den restlichen Gewürze hinzufügen und weitere 10 Minuten einkochen.


4 - 5 Weck- oder Marmeladengläser und die Deckel heiß ausspülen und das noch heiße Chutney abfüllen. Die Gläser dicht verschließen sofort auf den Kopf stellen und erkalten lassen. So können keine Keime unter dem Deckel durchkommen.



Das Chutney ist so dunkel und kühl gelagert ca. ein halbes Jahr haltbar.


Aktualisiert: Juli 20


Burger sind für viele wohl der Inbegriff von Soulfood. Ich bin zwar nicht der größte Burger-Fan, aber wenn ich sie esse, dann sollten es so richtig gute Burger sein. Und ein richtig guter Burger benötigt ein perfektes Brötchen. Fluffig, weich und mit viel Sesam. Diese Prachtstücke wurden in meinem Fall mit meinem leckeren pulled-Pork gefüllt und waren der absolute Hammer!


Das Rezept für das pulled-Pork findet ihr im Archiv:

https://www.guatxi.com/single-post/2018/10/20/Pulled-Pork-aus-dem-Backrohr


Also beim nächsten Burger-Grillen unbedingt die Brötchen selber machen!! Es lohnt sich definitiv.



Zutaten für 8 Stück:

7 g Trockenhefe

2 EL Zucker

110 ml Wasser, lauwarm

110 ml Milch, lauwarm

480 g Mehl, glatt

1 EL Salz

90 g weiche Butter (+1 EL für später)

1 Ei

1Eigelb + 1 EL Milch

Sesam zum bestreuen (evtl. schwarz und weiß)

In einem Gefäß die lauwarme Milch und das Wasser mischen, mit dem Zucker und der Hefe verrühren und abgedeckt für 10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe beginnt Bläschen zu bilden.

In einer großen Schüssel Mehl, Salz und Butter mit der Hand vermengen, bis die Masse krümelig ist. Die Hefe-Flüssigkeit nun mit dem Ei zu dem Mehl gießen und solange mit einer Küchenmaschine oder von Hand durchkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht (ich nehme mir meistens wirklich 10 Minuten Zeit). Den Teig nun mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort für 2 Stunden gehen lassen.

Den Teig nochmals kurz durchkneten, zu einer länglichen Rolle formen und mit einem scharfen Messer in 8 gleichschwere Teile schneiden. Diese auf der Arbeitsfläche zu kleinen Kugeln schleifen, bis eine glatte Oberfläche entsteht.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 1 EL weiche Butter in den Händen verreiben und die Kugeln damit vorsichtig einreiben. Die Brötchen mit genügend Abstand auf das Backblech legen und leicht platt drücken. Mit Frischhaltefolie locker abdecken und nochmals für 1-2 Stunden ruhen lassen.

Den Backofen auf 190° vorheizen. Das Eigelb mit der Milch verquirlen (beides sollte Zimmertemperatur haben, ansonsten fallen die Brötchen eventuell wieder in sich zusammen). Die Brötchen damit vorsichtig bepinseln und mit Sesam bestreuen.

Eine Schale mit heißem Wasser auf den Ofenboden stellen und die Brötchen auf der mittleren Schiene für 15-17 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Wer die Burgerbrötchen schön weich haben will deckt sie sofort nach dem Backen mit einem feuchten Geschirrtuch ab und lässt sie für ca. 5-10 Minuten ausdampfen.

Die Brötchen nun nach Belieben füllen und genießen.

An Guata!

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